Po Ebene bis Ligurien

Als ich gestern einen Blick auf die Karte warf erschrak ich etwas wie viel Weg noch vor mir liegt. Um ehrlich zu sein habe ich nie weiter als bis zum Lago Maggiore geplant. Da ich die letzten zwei Tage schon eine leichte Erkältung mit mir herum trage und wenig unternehmunglustig war beschloss ich heute morgen für heute möglichst viel Strecke zu machen. Zeitig wache ich auf, packe zusammen und fahre los. Von meinem Campinhplatz nach Süden verläuft eine kerzengerade Landstrasse und ich komme so schnell voran wie noch nie. Für die ersten drei Stunden muss ich kaum vom Gas gehen. Wären da nicht die unzähligen Schlaglöcher in denen die kleinen Räder der Ape fast verschwinden. In der Schweiz war es manchmal anstrengend, dass die Autofahrer hinter mir sich nicht zu überholen getraut haben, so dass ich schnell eine Schlange hinter mir her zog. Derartige Ängste haben die Italiener nicht. Sie haben gelernt: Wo zwei Autos aninander vorbei passen passt auch noch eine Ape dazwischen. Spätestens wenn der 40 Tonner hinter mir so denkt kann es aber schnell unheimlich werden und so hab ich ständig ein Auge im Rückspiegel (ja den gibts in der Ape). Heute habe ich jedoch Glück und finde sehr ruhige Straßen. Währemd rechts und links Reis und Tomaten in der prallen Sonne wachsen erinnert mich pünktlich alle zwei Kilometer ein Schild daran, dass ab dem 15. November Schneeketten mitzuführen sind…

Gegen 11 Uhr lasse ich die Po Ebene bereits hinter mir. Am Beginn der Straße steht ein Verbotsschild für LKW was mir sehr entgegen kommt. Bald merke ich auch weshalb. Die Straße wird immer schmäler und steigt ziemlich steil die Berge hinauf. Bald fahre ich wieder im 2. Gang. Die Steigung scheint sich endlos hinzuziehen. Die Strecke ist aber wirklich schön, in den Dörfern durch die ich komme scheint die Zeit stehen geblieben zu sein. Diese Landschaft hatte ich hier nicht erwartet und als ich mich schon frage ob wohl mein Navi stimmt, komme ich auf den höchsten Punkt und kann am Horizont die Hafenkräne von Genua erkennen. Die Abfahrt wird dann aber richtig steil, noch steiler als in den Alpen und mir wird etwas mulmig mit meinen mageren drei Bremsen. Wieder muss ich alle paar Minuten anhalten damit meine Bremsen nicht überhitzen

Genua wird dann nochmal ein kleines Abenteuer mit der Ape und als ich nach über einer Stunde wieder aus der Stadt heraus komme bin ich ziemlich erschöpft. Da die ligurische Küste aber noch extrem zugebaut hnd hässlich ist fahre ich nach einer Pause nochmal zwei Stunden weiter, bis ich endgültig keine Lust mehr auf Ape fahren für heute habe. Insgesamt habe ich 220 km in acht Stunden geschafft. Für morgen steht nochmal einiges an bergiger Küstenstraße und vielleicht noch etwas Sightseeing in der Cinque Terre bevor. Ich habe mir vorgenommen die nächsten zwei Tage vollends zügig bis Elba durchzufahren, da sonst auf meiner Route wenig Interessantes liegt, sieht man mal von diesem schiefen Turm und sonstigem alten Gemäuer ab.

Wie immer, in Echt sah es viel steiler aus!

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